Mal was anderes

Wegen der großen Hitze und der Verletzung von Doris war es uns nicht möglich aktiv zu sein.
Nichtsdestoweniger möchte ich die Seite nutzen und meine Eindrücke vom Campen wiedergeben.
Wir sitzen hier schön überschaubar und beobachten wie so oft das Treiben der Neuankömmlinge.

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Verblüffend nach welchen anscheinenden wichtigen Kriterien die Platzwahl erfolgt.
Vor allem die großen „Gigaliner“, welche die überwiegende Mehrheit bildet,
sucht sich zu allererst eine Stelle mit dem besten Satellitenempfang aus um
diese sofort auszufahren und zu positionieren. Erst dann wird an den
elementaren Dingen wie Hund raus lassen, Fenster öffnen, Bierchen trinken etc. gedacht.
Wusste gar nicht das die Glotze so wichtig ist. Doch dazu noch später mehr.

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Niederländer und die skandinavischen Länder bilden die zweite Gruppe der Reisenden und das
vorherrschend mit Wohnwagen. Kastenwagen sieht man eher selten, zumindest ist es unser
Eindruck. Kann aber auch an der Jahreszeit liegen und der Zielgruppe für solche Fahrzeuge.
Wenn wir mal einen erblicken dann sind die Besitzer weit vor dem Rentenalter. Diese
„Jungen“ haben in der Regel Kinder sodass die Mehrzahl anfang Mai wegen  Nichtferien eben
nicht verreisen kann. Kurz zusammengefasst: umso älter die Fahrer sind umso größer sind die
Wohnmobile und umso größer ist der Bedarf in den Fernseher zu schauen. Das macht sich
gleich bleibend abends bemerkbar. Die am wenigsten in lauen Sommernächten vor ihrem
Gefährt verbringen sind die Wohnmobile fahrende Klientel. Da scheint die TV-Welt die überzeugende
Argumente zu bieten.

Schade eigentlich, denn das war es was früher Biwakieren ausgemacht hat.
Draußen sitzen, nette Gespräche führen, hier und da hörte man einen Korken poppen und schloss neue
Freundschaften. Kerze auf den Tisch und über vergangene Reisen und Erfahrungen wurde berichtet.
Da sieht es bei den Kastenwagen und Wohnwagen schon viel besser aus hier ist der Bedarf der
Ursprünglichkeit noch präsent. Nicht der Luxus steht im Vordergrund sondern das „Zeltel’n“

Wenn das sich so weiter entwickelt  will ich keinen „großen anonymen Wohnblock auf 4-6-Rädern“
Übrigens sind es oft noch mehr Räder weil an diesen fahrenden „weißen Riesen“ nicht selten ein Anhänger
mit Auto oder gleich das Auto, was in Frankreich erlaubt ist, gezogen wird.

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Man müsste für diese moderne Art zu reisen ein neues Wort einsetzen.
Campen trifft es garantiert nicht mehr.

Wie wäre es z. B.  mit“ Mobilliving“
oder…
Ich Bitte um Vorschläge

Ja und dann wären da noch die Zeltler per se, da blickt man schon ein wenig neidisch oder besser man
schwelgt in Erinnerung. In schönen Erinnerungen. Da nahm doch alles seinen Anfang. Das ist der
Grund warum ich mich seit nun mehr über 30 Jahren für diese Urlaubsform entschieden habe.
Lagerfeuerromantik mit Gitarre, Wein und am Boden sitzend. Kaum Technik, somit wenig Ärger, eine Tüte
mit Klamotten und viel Kreativität. So sah das Reisegepäck im VW-Käfer aus.
Beneidenswert wenn es noch Menschen gibt die es nicht verlernt haben so original zu campen.
Ich habe es leider verlernt, da verwöhnt, von all den Annehmlichkeiten die das moderne campieren heute bietet.
Für mich ist es derzeit die ideale Mischung aus Zelten und Wohnen und der
Gewissheit das Blechzelt dort zu parken wo es mir am besten gefällt.

Essen waren wir heute abermals und abermals sowas von lecker.

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Übrigens ist es jetzt um 22.15 Uhr noch 22 Grad warm und ratet mal wer jetzt noch draußen sitzt.
Kleiner Tipp : von den Gigalinern nicht einer.

Euer, an der Luft sitzender, Fredi

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