Ja ich war 12 Teil 4 und Caorle/Jesolo

Endlich Sand unter den Füßen, mit den Utilitys eines Teenagers klapperte
ich auf Flipflops zum Strand.
Die Sonne brennt mir dermaßen auf der Haut das ich meine zweite, erste Mal
Erfahrungen machen sollte. Mit dieser Erfahrung habe ich auch noch heute
meine Schwierigkeiten, denn Alter schützt nicht vor Unvernunft
Eincremen heißt das Zauberwort, damals wie heute hielt ich nicht viel davon
und muss die Wirkung ausbaden. Einen Sonnenbrand per excelant.
Wer die Wirkung verstärken möchte der streiche sich Sand oder
Salzwasser 
über die betroffenen Stellen. Das ganze wird noch übertroffen,
wenn die Nacht schwül warm ist und man
sich mit der Nackten Haut
im Bett wälzt.

Mit der Luftmatratze unter dem Arm machte ich mich auf zum il Mare, erst
schlenderte ich dann wurde ich etwas schneller dann noch schneller und
letztendlich lief ich was das Zeug hielt. Meine Fresse kann so ein Sand heiß sein.

Im Wasser angekommen war alles wie weggeblasen, Spaß pur stellte sich ein
und ich legte mich auf die Matratze und lies mich von den Wellen tragen.
Der Sonnenbrand hat nun eine Intensität erhalten der farblich hervorragend
zur alureflektierenden Auflage des Unterbetts passte.

Ein wenig war ich eingeschlafen und träumte dabei von Rosa, als ich erwachte sah
ich sie am Strand mit anderen Kindern Pingpong spielen. Die Gunst der Stunde
schien auf meiner Seite zu sein und ich paddelte und ruderte wie ein wilder mit
den Armen um das Luftbrett an Land zu bringen.
Leider war meine Döseinheit wohl doch etwas länger den der Weg war weit,
sehr weit. Die Strömung hat mich ziemlich weit rausgetragen und ich musste
extrem viel Kraft aufwenden. Schlussendlich war an Pingpong nicht mehr zu
denken, meine Arme waren schwer wie Blei ich konnte sie nicht mehr anheben.
Rosa grinste verschmitzt und lief zurück zum Hotel. Der Kraftakt hat sich also
doch gelohnt…für dieses Lächeln wäre ich sogar noch weiter geschwommen.

Wir stehen seit zwei Tagen in Jesolo um mit unseren Neffen Felix bei seinem
ersten Mal Zeuge zu sein. Was für eine Freude es ist diesem Kind beim Planschen
Sand naschen und krabbeln zu zuzusehen.

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Es ist einfach wunderbar das es Italien schafft über Generationen diesen Zauber
beizubehalten. Man selber wird daran erinnert wie schön es doch als Kind hier war,
diese Romantik diese Stimmung gibt es nur hier.
Sicherlich ist alles viel größer, moderner und teurer geworden doch man findet sie
noch die Dinge die man so liebte. Und sei es nur der Kokosnussverkäufer der dich
immer im richtigen Moment mit den Worten weckt
„Koko bello, Vitamine, Waschmaschine, Apfelsine“

 

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