Ja ich war 12 Teil 3 und Caorle heute

Es ist ein frischer morgen und die Sonne strahlt in das Hotelzimmer.
Da Sie direkt über dem Meer aufgeht und mein Zimmer Meerblick
hat bin ich jeden Tag Zeuge dieses Schauspiels. Hier am Campingplatz
ist es genau derselbe atemberaubende Moment auf dem ich mich jedes
Mal aufs Neue freue. Nur heutzutage schnapp ich nicht meine Luftmatratze,
Lenkdrachen etc., sondern schlüpfe in meine Joggingschuhe um der Sonne
entgegen zu laufen um ihr zu zeigen wie sehr ich mich auf Ihren Anblick freue.
Das Meer glitzert als wenn tausende fein geschliffene Diamanten von den
Wellen umspült werden. Mein Blick ist ständig auf das Wasser gerichtet was
mich gelegentlich aus dem Tritt bringt.

Im Hotel Sorriso gab es Frühstück wie es nur damals möglich war.
Zwei Brötchen pro Person mit einer Marmelade in Aludöschen und einem
Butterwürfel. Dazu einen Kaffee der extrem nach ausgeworfenem Kautabak
schmeckte, selbst mit Milch war die Brühe nicht trinkbar. Nur gut das ich als
Kind einen Kakao wollen musste. In den späteren Jahren konnte man als Highlight
deutschen Kaffee HAG erstehen, da versuchten findige Hotelbesitzer German
Kunden anzuködern.

Da liebe ich die in meinem Wohnmobil installierte Kaffeepadmaschine und
wenn kein Strom verfügbar ist wird traditionell über einen Melittafilter
der Kaffee zubereitet. Das Frühstück wird selber zusammengestellt und
lässt keine Wünsche offen. Wobei in der heutigen Zeit wird in den italienischen
Hotels ebenso auf Reichhaltigkeit und Abwechslung viel Wert gelegt.
Doch was Italien als „Semmeln“ verkauft sollte eher als innovatives
Bioverpackungsmaterial vermarktet werden, die sind immer noch eine mittlere
Katastrophe. Nicht umsonst zahlt man noch heute nicht nach Stückzahl
sondern nach Gewicht.
Es kann schon mal vorkommen das beim Aufschneiden einer solchen Semmel
gähnende Leere herrscht. Die Panettiere sind zwar bemüht den deutschen
Geschmack zu treffen scheitern aber oft kläglich.

Mit WENIG Hunger saß ich am Frühstückstisch und beobachtete wie Rosa eifrig
die leeren Körbe mit weiteren Fruchtaufstrichdosen und Butterwürfel auffüllte.

Heute ist das anders, mit VIEL Hunger sitze ich am Campingtisch und Rosa heißt
heute Doris die nicht minder eifrig die Wurstplatte mit Käse und anderen
Leckereien ergänzt. Als Zwölfjähriger hätte ich das Essen sollen was ich heute
esse und andersrum. Der Bewegungsdrang war als Kind ungleich höher.
Als Kind eilte ich voller Ungeduld mit Handtuch, Ball und Spielzeug zum Strand
um die zu mir genommen Kalorien als gleich zu verbrennen.
Und heute, heute schlendre ich nach dem Toilettengang behäbig mit Völlegefühl
und Handtuch Richtung gemieteter Strandliege die ich aufgrund der
Besitzverhältnisse nicht mehr verlassen darf.

Die Erlebnisse am Strand erfährt ihr im Teil4

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