Genau 40 Jahre später

Seitdem sind fast auf den Tag genau 40 Jahre vergangen.

In Caorle hat sich viel getan doch angesichts der vergangenen
Zeit relativ wenig. Einige Häuser wurden durch moderne architektonisch
passende ersetzt. Der Parkplatz am Meer wich einem Wohn und-
Geschäftsgebäude und viele Fassaden bekamen einen neuen Anstrich.
Zu meiner Freude stelle ich jedoch fest das die mir bekannten Dinge
kaum eine Änderung erfahren haben. Der Campingplatz, wie ich schon
erwähnte, ist fast unverändert ebenso der angrenzende kleine Parco Publico.
Das Hotel Sorriso gibt’s auch noch und sieht dem meiner Erinnerung

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sehr ähnlich. Ob Rosa dort noch lebt oder arbeitet wollte ich nicht
erkunden. Es ist einfach zu viel Zeit ins Land gegangen und jeder hat
sich im Leben positioniert. Ich stelle sie mir als Mutter fünfer Kinder vor
die ihr Gewicht verdreifacht hat und im Profil ein leichter Damenbart
zu erkennen ist. Und hervorragende Pasta kocht. Mit dieser Sichtweise
mache ich mir es sehr einfach die Jugendliebe nicht mehr sehen zu wollen.
Ich habe sie lieber so in Erinnerung wie ich sie als zwölfjähriger kennen
gelernt habe

 

Und heute? Caorle ist immer noch eine Reise wert doch die Gründe diesen
Ort zu bereisen haben veränderte Begehren. Zu einem ist es immer noch die
Sehnsucht nach „Bella Italias Sonne, Sand und Meer“ und den damit
verbundenen Erinnerungen und zum anderen diese traumhafte Kombination
aus Fischereihafen, Fischerdorf und Dolce Vita. Es ist eines der kostbaren
Orte der oberen Adria die es trotz Massentourismus geschafft haben die
zwei Welten aus Kommerz und Tradition zu vereinen.

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Leider ist Caorle in meiner Favoritenliste etwas nach hinten gerutscht.
Die oberste Position in dieser Übersicht hat nun ein ganz bestimmter See
eingenommen. Ein See bei dem ich niemals in meinem Leben Urlaub
machen wollte. Nie, niemals nie. Massen von Menschen, völlig überlaufen,
viel zu teuer, Münchens Außenstelle um nur einige meiner kopierten
Vorurteile der unerfahrenen Gardaseewidersacher zu nennen. Zwei Dinge
wurden mir schnell klar, die die den See verabscheuen waren nie wirklich
dort und ich, wo wirklich dort bin freue mich über die Belehrbarkeit meiner
Person. Der Lago, Lago di Garda, der Gardasee, ich werde berichten wie und
warum mich der See so verzaubert und mir das gibt was zahlreiche Ruhelose
Reisende noch heute verzweifelt suchen…den Ort der Ruhe und Zufriedenheit.
Wenn Du nicht weist woher du kommst kannst Du auch nicht wissen wohin
Du willst.

 

 

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