Der Chef

Es war ein seltsamer Tag. Das Wetter war traumhaft und
wir hatten endlich Zeit für Urlaub.
Wenn ich so an die vergangenen kalten Wintertage zurück denke
stellte ich mir die Frage was wohl unser Chef so den ganzen Tag so treibt?
Er ist  nun seid über zweitausend Jahren im Amt und kümmert sich täglich
um die neuen Schäfchen die an seine Himmelspforte anklopfen.
Es gibt mittlerweile 7391068000 Menschen auf der Erde alles
Kinder und Kindeskinder von Adam und Eva…wow das nenn ich mal
eine Großfamilie. Wobei sich hier die Frage stellt warum sind manche
Kinder dunkelhäutig und andere haben querstehende Augen?
Und in der Bibel steht Du sollst nicht Inzucht betreiben….
aber Egal, sei‘s wies is ich habe dessen ungeachtet andere Fragen.
Es gibt ca. 150.000 Todesfälle pro Tag d.h. logistisch gesehen ist es
Gottes Gabe diesen Ansturm täglich zu bewältigen.
Wie muss man sich das vorstellen? Wie werden die „Neuen“ auf die
Wolken verteilt? Bei dem Wetter derzeit muss ja die Wolken AG einen
wahren Boom erleben.
Wer produziert die ganzen Harfen, woas‘t scho wegen dem Hosianagsang“
Ja und die Engelsflügerl wie bekommt der Aspirant diese Dinger an seinen
Rücken? Gibt es XXL Flügerl für den fetten Toni und XXS für die Moos Kati?
Es gibt Tage da plär i „Hergott sakradi… kruzenesn… himmeherrgottsakrament
naamoi… mistviech greisligs… breznsoiza… heilgsbierzelt varreck..“
Und jetz woas i warum er mich nicht hört. Es gibt zu viele Anklopfer.
„Wir schaffen das“  funktioniert nicht weil er ist ja mit seinem
Projekt „Mensch“ ziemlich alleine herumfuhrwerkt.
Er hat einfach keine Zeit mehr auf die Erde zu blicken um sich um das noch
lebende Volk zu kümmern. Durch die Erschaffung der Menschheit hat er sich
selbst gegeißelt und kann seiner irdischen Aufgabe nicht mehr gerecht werden.
Seine Schöpfung möchte nur in das Paradies um zu zeigen wie blöd er doch war
die Menschheit zu erschaffen.

Es war einer der kalten Wintertage der mich daran denken ließ was wohl
der Grund sein könnte für das Wetterchaos? Mein Gott, sagte ich
obwohl diese Wortkombi in vielen Situationen missbraucht wird ohne
darüber nachzudenken warum man gerade ihn in diesem Moment anruft.
„Mein Gott Walter“ z.B. oder „Gottlob ist nichts passiert“ oder „Gottlieb Wendehals“
oder „Mein Gott ich komme…“.
Täglich wird er namentlich von Milliarden von Menschen angeredet und
angebettelt und soll in diesem Moment nur für den einen da sein.
Datt jet nie und nimmer datt schafft uch ehr nich.

Ich meine das jeder Mensch für sich ein Individuum ist das als Ziel nicht
das Leben danach ins Auge fassen sollte sondern das Leben das er jetzt hat.
Wer für „Später“ plant hat sein irdisches Dasein aufgegeben und hofft
auf eine der Wolken die es nicht gibt.
Du atmest jetzt um Luft zu kriegen und nicht um Luft für später zu haben.
Gott ist nicht ein weißbärtiger Mann mit heiligen Schein. Gott ist das was Du
aus deinem Leben machst. Dein Leben ist ein einmaliges Geschenk an Dich
lebe es jetzt und sofort. Es könnte morgen schon vorbei sein oder Du bist
„Später“ nicht mehr in der Lage selbst zu atmen.

Und vor allem bei der vielen Arbeit die der Chef hat will er eines bestimmt nicht,
DIR frühzeitig eine Wolke zuordnen müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.