Das schafft nur einer




Few Clouds, 34°C

Passeggiata Rivalunga, 37011 Sportsman-ceola VR, Italien

Das schafft nur einer

Diese Zeilen schreibe ich, idyllisch unter einem Olivenbaum sitzend, mit einem Glas rotem Bardolino und vielen Glückshormonen.
Heute ließen wir uns elektrisch nach Peschiera führen.
Die Tour ist für ambitionierte Radfahrer eher langweilig weil sie körperlich einem kaum etwas abverlangt.
Wir sind da eher die Cruiser deren Seele nur durch Langsamkeit mit der Natur Schritt halten will.
Vorangig ist der Einsatz unserer Gefühle die wichtigste Eigenschaft die Landschaft in der wir uns begeben mit allen Sinnen zu erleben.
Die komplette Rundtour ist 36Km lang, kaum 500m von Lago entfernt ändert sich die Natur einzigartig und ist wunderschön farbenprächtig mit einer beispiellosen Umgebung. Es ist genau der Grund warum uns der Lago immer wieder in seinen Bann zieht. Keine Gegend schafft es auf so kurzer Distanz so vielfältig zu sein. Das mediterrane Klima sorgt für ein angenehm warmes Licht das den Gardasee am Horizont berauschend diffus erscheinen lässt.
Ja er hat es wieder geschafft und zu berauschen und ja wir ließen es zu und genau darum geht es, es zuzulassen.
Umso länger diese „Glücksluft“ inhaliert wird umso euphorischer ist das empfinden. Der Gardasee ist die Übergangslandschaft zwischen Mittel- und Südeuropa.
Der See bietet alles was man benötigt um zufrieden und ausgeglichen zu sein, wer dies verinnerlicht wird aufhören ständig das zu suchen was er respektiv nur hier findet.
Nicht umsonst versammelten sich am „schönsten Ort der Welt“ einst viele Dichter und Philosophen.
Hier eine kleine Auswahl,

Johann Wolfgang Goethe (1749-1832)
B Rainer Maria Rilke (1875-1926)
C Friedrich Nietzsche (1844-1900)
D Heinrich Mann (1871-1950)
E Thomas Mann (1875-1955)
Franz Kafka (1883-1924)
G D. H. Lawrence (1885-1930)

H Paul Heyse (1830-1914)
I Gabriele d’Annunzio (1863-1938)
J Otto Erich Hartleben (1864-1905)
K Catull (87-54 v. Chr.)
L Agostino Brenzone (1462-1560)
M André Gide (1869-1951)

Ein Brief von Goethe an seinen Freund bringt es auf den Punkt
„Wie sehr wünschte ich meine Freunde einen Augenblick neben mich, dass sie sich der Aussicht erfreuen könnten, die vor mir liegt. Heute abend hätte ich in Verona können sein, aber es lag mir noch eine herrliche Naturwirkung an der Seite, ein köstliches Schauspiel, der Gardasee, den wollte ich nicht versäumen, und bin herrlich für meinen Umweg belohnt.“

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2 Kommentare


  1. Hi lieber Fredi, ein Philosoph fehlt noch, Du.
    Sehr schön geschrieben und treffend formuliert.

    Liebe Grüße Monika

    Antworten

    1. Ciao Bella,

      schön von Dir zu hören und zu lesen und vorallem wenn es so lieb geschrieben ist.

      Glg Fredi

      Antworten

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